Wie sind PE- und PU-Schaum aufgebaut?
PE-Schaum besitzt geschlossene Zellen: Jede Luftblase ist abgeschlossen, daher nimmt das Material kein Wasser auf und stellt sich nach einem Stoß zurück. PU-Schaum hat offene, verbundene Zellen; er ist weich, atmungsaktiv und schmiegt sich an, kann aber Feuchtigkeit aufnehmen. Dieser eine Unterschied erklärt den Großteil des Verhaltens in der Verpackung.
Wann ist PE-Schaum die richtige Wahl?
PE-Schaum eignet sich für Frästeile, Automobilkomponenten, Werkzeuge, Elektroniktrays und Mehrwegladungsträger. Er trägt höhere Lasten, ist beständig gegen Öle und Feuchtigkeit und hält eine präzise CNC-Kontur. Die feste Oberfläche fixiert Bauteile auch bei häufigem Handling.
Wann ist PU-Schaum die richtige Wahl?
PU-Schaum eignet sich für leichte, zerbrechliche oder hochglänzende Produkte: Messinstrumente, Medizingeräte, Kosmetik, Glas und Präsentationskoffer. Die weichen Zellen umschließen das Produkt und verteilen den Druck, wodurch Kratzer und Druckstellen vermieden werden.
Wie schneiden beide im direkten Vergleich ab?
Struktur: PE geschlossenzellig, PU offenzellig. Haptik: PE fest, PU weich. Feuchtigkeit: PE beständig, PU saugfähig. Last: PE mittel bis schwer, PU leicht. Schnittkante: PE scharf und präzise, PU weicher. Typischer Einsatz: PE für Industrie- und Automobilteile, PU für empfindliche Premiumprodukte.
Lassen sich beide Schäume kombinieren?
Ja. Häufig wird eine feste PE-Basis, die das Gewicht trägt, mit einer weichen PU-Deckschicht kaschiert, die die Oberfläche berührt. So vereint eine Einlage Tragfähigkeit und kratzfreien Kontakt.
